10.06.2026

Besitzer von PV-Anlagen lassen im Sommer monatlich bis zu 75.000 Euro liegen 

Durch den rasanten Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist der Preis für die eingespeiste Kilowattstunde Strom in den vergangenen Jahren deutlich auf rund 5 Cent gefallen. Von den Energielieferanten wurden teilweise Abnahmeverträge gekündigt, die Anlagenbesitzer müssen dann binnen 14 Tagen einen neuen Liefervertrag abschließen. Machen sie das nicht, wird der in das Stromnetz eingespeiste Strom nicht vergütet – und das kann trotz der schon niedrigen Tarife gerade im Sommer pro Monat mehr als 100 Euro pro Anlage ausmachen - in der Summe aller Anlagen bis zu 75.000 Euro pro Monat.

Aktuell sind von den mehr als 85.000 aktiven Photovoltaik-Anlagen im Versorgungsgebiet der Netz Oberösterreich GmbH 1.277 Anlagen „im vertragslosen Zustand“. Das heißt, dass Betreiber der Anlagen für ihre PV-Einspeisung keine Vergütung am Bankkonto erhalten. Bei einem aktuellen Einspeisetarif von rund 5 Cent pro Kilowattstunde macht das im Monat rund 60.000 Euro aus, die hier „verschenkt“ werden.  

Die Gesamtsumme über alle Anlagen hinweg ist beachtlich. Die Verluste machen sich auch bei den Einzelanlagen durchaus bemerkbar: 
  • Anlagenleistung 5 kWp: nicht vergütete Einspeisung im Wert von ca. 20 Euro pro Monat 
  • Anlagenleistung 10 kWp: nicht vergütete Einspeisung im Wert von ca. 50 Euro pro Monat 
  • Anlagenleistung 21 kWp: nicht vergütete Einspeisung im Wert von ca. 110 Euro pro Monat 
 
Ohne Einspeisevertrag wird der überschüssige Strom, der nicht im Haushalt verbraucht wird, also ins Netz eingespeist, ohne dass dafür eine Vergütung erfolgt.  Die Netz Oberösterreich rät deshalb allen Anlagenbetreibern ohne Einspeisevertrag dringend, ehestmöglich einen Vertrag mit einem Energieabnehmer abzuschließen. Sie können sich dazu an den Energielieferanten Ihrer Wahl wenden. Aktuelle Angebote finden Sie auch auf der Webseite der Regulierungsbehörde e-Control unter www.tarifkalkulator.at.  

Wird weiterhin kein Einspeisevertrag abgeschlossen, so muss der Anlagenbesitzer auf Aufforderung des Netzbetreibers seine Anlage so einstellen lassen, dass keine weitere Einspeisung mehr stattfindet. 

Anmerkung: Alle Zahlen beziehen sich nur auf Daten der Netz Oberösterreich. Es sind keine Daten anderer Netzbetreiber berücksichtigt.

Unternehmensinformation

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Die Netz Oberösterreich GmbH ist der Strom- und Gas-Netzbetreiber des Energie AG-Konzerns. Die Gesellschaft steht für einen sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Verteilernetzes. Das  Versorgungsgebiet umfasst den Großteil Oberösterreichs sowie Teile der Nachbarbundesländer Salzburg und Steiermark. Mehr als 550.000 Kunden sind an das Strom- und Gasnetz angeschlossen. 
 

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