03.04.2020

Auch in Krisenzeiten für eine sichere Stromversorgung im Einsatz: Erdkabel angebohrt, Austausch binnen eines Tages abgewickelt

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Erdkabel-Reparatur unter erschwerten Bedingungen: Wegen der Corona-Krise müssen auch Netztechniker und Monteure sich selbst und andere besonders schützen.

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Ein Stromausfall ist in Zeiten wie diesen, wenn viele Menschen von Zuhause aus arbeiten, besonders unangenehm. Bei Bauarbeiten für einen Kanalanschluss wurde am Donnerstag in Steyr ein Mittelspannungs-Erdkabel angebohrt. Hunderte Netzkunden im Norden der Stadt waren daraufhin mehrere Stunden stromlos. In den vergangenen Tagen gab es aber zahlreiche weitere Beschädigungen am Stromnetz. Eine Reparatur erfolgt auch jetzt möglichst rasch – auch wenn aktuell zusätzliche Gesundheitsschutzmaßnahmen getroffen werden müssen.

Mehr als einen halben Arbeitstag mussten am Donnerstag zahlreiche Kunden in Steyr im stromlosen „home-office“ ausharren. Bei Bauarbeiten für einen Kanalanschluss wurde ein Mittelspannungs-Erdkabel mit 30.000 Volt angebohrt. Bei mehreren hundert Kundenanlagen war daraufhin die Stromversorgung unterbrochen.

Erdkabel-Reparatur dauerte mehrere Stunden

Durch die an der Baustelle vorhandenen Maschinen konnte die exakte Schadstelle rasch ermittelt werden. Auch das Ausgraben des beschädigten Kabelstückes war so besonders schnell möglich. Binnen weniger Stunden waren die schadhaften Kabelstränge repariert und konnten von den Mitarbeitern der Netz Oberösterreich GmbH und der Energie AG Oberösterreich Tech Services GmbH wieder sachgemäß in Betrieb genommen werden.

Besondere Vorsicht ist angesichts der aktuellen Gesundheitslage für Bauarbeiter, sowie die Netztechniker und Monteure geboten: Denn auch auf Baustellen ist natürlich der empfohlene Mindestabstand voneinander einzuhalten, um allfällige gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Schutz der Mitarbeiter geht immer vor

Ist dies nicht möglich, weil die Arbeit ein Zusammenwirken von mehreren Mitarbeitern erfordert, sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Das sind hocheffektive Schutzmasken, Schutzvisiere sowie spezielle Schutzhandschuhe, die teilweise auch unter den Arbeitshandschuhen zu tragen sind. Diese Maßnahmen sind zwar unangenehm und verlangsamen teilweise auch die Arbeit, im Sinne der Gesundheit sind sie aber absolut ohne Alternative.

Zahlreiche Stromunterbrechungen durch Arbeiten

Der Zwischenfall in Steyr, der den Netz-Kunden fast einen ganzen stromlosen Arbeitstag beschert hat, war in den letzten Tagen aber bei weitem nicht der einzige Zwischenfall: Im Bereich Oberwang / St. Georgen wurde die Stromversorgung von fast 2.000 Kunden durch Baumschlägerungsarbeiten unterbrochen. Ein Baum hatte hier eine Mittelspannungsleitung gekappt. Ähnliches passierte in Weyregg, Diersbach, Garsten und Klaus. Da hier Freileitungen betroffen waren, konnte die Reparatur und die Wiederherstellung der Stromversorgung wesentlich schneller abgeschlossen werden.

In Corona-Zeiten halten aber auch Freizeitmissgeschicke die Netztechniker auf Trab: Im Bezirk Braunau war dieser Tage die Versorgung von rund 200 Haushalten unterbrochen, weil ein Flugdrache in einer Mittelspannungsfreileitung gelandet ist und einen Kurzschluss verursacht hat.

Sichere Infrastruktur für die Stromversorgung in Oberösterreich

Schäden wie diese können im fast 32.000 Kilometer langen Stromnetz der Netz Oberösterreich immer wieder auftreten. Sie betreffen aber fast ausschließlich das Mittelspannungsnetz, über das von den Umspannwerken aus die Trafostationen versorgt werden. Auch das Niederspannungsnetz, über das dann die Haushalte und Unternehmen an das Stromnetz angeschlossen sind, ist immer wieder betroffen. Das Hochspannungsnetz, das die Umspannwerke untereinander verbindet und Kraftwerke anschließt, ist das sichere Rückgrat der Stromversorgung in Oberösterreich und arbeitet fast fehler- und störungsfrei.

Unternehmensinformation

Die Netz Oberösterreich GmbH ist der Strom- und Erdgas-Netzbetreiber des Energie AG-Konzerns. Die Gesellschaft steht für einen sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Verteilernetzes. Das  Versorgungsgebiet umfasst den Großteil Oberösterreichs sowie Teile der Nachbarbundesländer Salzburg und Steiermark. Mehr als 550.000 Kunden sind an das Strom- und Erdgasnetz angeschlossen. 
 

Kontakt

Wolfgang Denk
Pressesprecher

Tel. +43 (0)5 9070-3569
Fax +43 (0)5 90705-3569
Mobil +43 (0)664 60165-3569
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